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Hackermoos

Jahrhunderte hindurch war das Dachauer Moos ein undurchdringlicher, trennender Gürtel zwischen München und dem Dachauer Land und ließ dessen familiäre und wirtschaftliche Bindungen nach Norden und Westen tendieren. Eine erste Durchquerung in Ost-West-Richtung ergab sich durch den 1692/92 gebauten Schleißheimer Kanal. Doch eine Nutzung der bis dahin öden Moosgründe brachte erst die Umstellung der Münchner und Dachauer Brauereien auf die Torffeuerung um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Dem Erwerb von Moosgründen zur Torfgewinnung durch Münchner Brauereien verdankt das Hackermoos seine Erschließung. Den Anfang machte der Münchner Leistbräu Joseph Sedlmayr, der am 9. Juli 1845 von dem Schleißheimer Ökonomiebesitzer Georg Ertl Moosgründe um 2950 fl und von Wolfgang Rauscher aus Augustenfeld weitere Moosgründe um 3218 fl erwarb. Er errichtete die Leistbräu-Schwaige mit 105,67 Tgw. in dem er 1850 zunächst einen Stadel und 1857 die übrigen Wirtschaftsgebäude erbaute. Am 1. Oktober 1879 übernahm Gabriel Sedlmayr die Schwaige, verkaufte sie aber am 22. Mai 1888 an Georg Oppenheimer und dessen Ehefrau Maria um 8000 Mark. Am 31. Juli 1905 übernahm sie deren Sohn Johann Oppenheimer. Dieser verkaufte die Schwaige am 19. Februar 1910 an Mathias Pettinger, der sie am 2. Juli 1913 seinem gleichnamigen Sohn und dessen Ehefrau Maria übergab. Diese verkauften die Leistbräu-Schwaige am 31. Juli 1924 an die Landesanstalt für Moorwirtschaft um 50 000 Mark. Die Hackerbräu-Schwaige begründete der Münchner Hackerbräu Mathias Pschorr, in dem er am 24. Juli 1856 vom Posthalter und Gastgeb (Gastwirt) Thomas Furmann aus Garching 188,48 Tgw. Moosgründe um 5000 fl kaufte, im selben Jahr die Wirtschaftsgebäude errichtete und dazu 1862 ein Arbeiterwohnhaus erbaute. Am 2. Juli 1881 übernahm die Hackerbräu AG die Schwaige, die sie am 5. September 1912 um 85 000 Mark dem kgl. Bayer. Militär-Ärar verkaufte. Am 18. Mai 1942 übernahm die Bayer. Landesanstalt für Moorwirtschaft den Betrieb.  

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